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Матура по немски език - Септември 2008 г. - текстове

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2. VARIANTE

 

Die Schüler hören den Text zweimal. Sie müssen bei ihrer Antwort entscheiden, welche Aussagen richtig oder falsch sind oder ob es dazu keine Informationen im Text gibt.

Vor dem ersten Hören haben sie 2 Minuten Zeit, um die Aufgaben 1 – 8 zu lesen. Beim ersten Hören dürfen sie die Antworten nicht markieren. Nach dem ersten Hören haben sie 5 Minuten Zeit, um die gewählten Antworten auf dem Antwortblatt anzukreuzen. Beim zweiten Hören dürfen sie die Fragen parallel beantworten. Nach dem zweiten Hören haben sie noch 2 Minuten Zeit zum Antworten oder zum Korrigieren.

 

Text A

 

Kunst des Kurzschlafs

Wenn in Paraguay mittags die Temperaturen auf 44 Grad Celsius steigen, heißt es nur noch: Siesta. Bequem oder nicht, geschlafen wird an dem nächstbesten Plätzchen. Wer also nach Paraguay reist, kann in dem südamerikanischen Land die Kunst des spontanen Ausruhens erlernen. Regel Nummer eins: Halte immer deine Siesta. Regel Nummer zwei: Halte sie, wo du willst.

Eine Reise in eines der kleinsten lateinamerikanischen Länder, das an Brasilien, Argentinien und Bolivien angrenzt, lohnt sich also nicht nur wegen der spektakulären Naturschutzgebiete. Sondern auch wegen dem ganz eigenen Wellnessfaktor. Spontanschlafen ist kein Zeichen für Faulheit. Vielmehr haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die Siesta sogar notwendig ist. Das Mittagschläfchen mindert das Risiko für Herzversagen, sorgt für mehr Motivation und steigert die Kreativität. Die Universität von Manchester belegte in einer Studie, dass nach dem Essen die Gehirnsignale, die wach und aktiv halten, sowieso eine Pause einlegen.

Das Wort Siesta kommt übrigens von dem lateinischen "hora sexta", die sechste Stunde zur Mittagszeit. Die Siesta hat in südlichen Ländern Tradition. Das hängt tatsächlich mit den hohen Temperaturen um die Mittagszeit zusammen, die konzentriertes Arbeiten unmöglich machen.

In Japan gibt es die kleine Schlafpause auch. Dort heißt sie "Inemuri", was so viel bedeutet wie "schlafend präsent sein". Wer Inemuri macht, lässt während der Arbeit den Kopf auf den Tisch sinken, um sich für ein paar Minuten auszuruhen. Keine Chefs haben damit ein Problem, Japaner legen ihr Nickerchen manchmal sogar während Konferenzen ein.

In Spanien will man die Mittagspause von 14 bis 17 Uhr am liebsten ganz abschaffen. Damit die Spanier früher nach Hause zu ihren Familien können, die Produktivität gesteigert wird und die Arbeitszeiten an andere europäische Länder angepasst werden.

 

Wie schade! Da bleibt nur eines: Auf nach Paraguay! (eul )

 

Text B

 

Die Schüler hören den Text zweimal. Vor dem ersten Hören haben sie 3 Minuten Zeit, um die Aufgaben 9 – 15 zu lesen. Beim ersten Hören dürfen sie die Antworten nicht markieren.

Nach dem ersten Hören haben sie 5 Minuten Zeit, um die gewählten Antworten auf dem Antwortblatt anzukreuzen. Beim zweiten Hörn dürfen sie die Fragen parallel beantworten.

Nach dem zweiten Hören haben sie noch 2 Minuten Zeit zum Antworten oder zum Korrigieren.

 

Robotertiere für die Altenbetreuung

 

Ein wenig überrascht sind sie schon, die Bewohner des Seniorenheims am Märchenbrunnen in Berlin. Eigentlich haben sie den Labrador "Hetty" erwartet. Der kommt sonst wöchentlich zur Therapiesitzung. Heute jedoch grüßt ein ganz anderer Besucher mit charmanten Augen.Es ist Pleo, ein kleiner grüner Dinosaurier-Roboter, etwa 50 Zentimeter lang. Er ist nach einem zwei Wochen alten Camarasaurus nachgebaut, einem langhalsigen Pflanzenfresser, der vor rund 200 Millionen Jahren im Zeitalter Jura gelebt hat.

Die Senioren freuen sich sehr über den ungewöhnlichen Gast. Pleo besteht aus etwa 2000 Einzelteilen. Über eine Kamera, mehrere Infrarotsensoren, zwei Mikrofone und 38 Sensoren, die auf Berührung reagieren, kommuniziert Pleo mit seiner Umwelt. Sechs Prozessoren verarbeiten alle Einflüsse. 14 Motoren ermöglichen dem kleinen Sauropoden erstaunlich natürliche und flüssige Bewegungen.

Pleo ist nicht der erste seiner Art. Schon Elektronikhersteller Sony hat sich an einem künstlichen Haustier versucht: Am Computer-Hund Aibo. In der klinischen Betreuung erprobt wird derzeit Paro, ein interaktiver Roboter aus Japan, der wie eine kleine Robbe aussieht. Pleo reagiert auf Streicheln, Licht und Stimmen. Außerdem erforscht er selbständig seine Umgebung und "merkt" sich, wo es nicht weitergeht. Pleo kann auch programmiert werden. Darüber kann das Verhalten des Sauriers individuell angepasst werden.

Aibo, Paro und Pleo sind künstliche Lebensformen und versuchen die Herzen der Menschen zu erobern. Damit sie das auch wirklich schaffen, müssen die Entwickler genau wissen, wie die Beziehung zwischen Menschen und interaktiven Robotern ist. Daran ist auch die Wissenschaft interessiert. Die künstlichen Kameraden wollen die Wissenschaftler im Altenheim bei der Therapie von Demenz-Kranken einsetzen, die Therapeuten dagegen sehen einige Probleme.

Doch heute ist eines sicher: Egal ob Pleo irgendwann einmal seinen Platz in Pflege und Betreuung bekommt. Im Internet ist Pleo bereits ein kleiner Star geworden.