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Матура по немски език - Юни 2008 г., избираем вариант - текстове

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I. HÖRVERSTEHEN

 

Die Schüler hören den Text zweimal. Vor dem ersten Hören haben sie 5 Minuten Zeit um die Aufgaben 1 – 12 zu lesen. Beim ersten Hören dürfen sie die Antworten nicht markieren.

Nach dem ersten Hören haben sie 10 Minuten Zeit, um die gewählten Antworten anzukreuzen. Beim zweiten Hören dürfen sie die Fragen parallel beantworten. Danach haben sie 5 Minuten Zeit zum Antworten oder zum Korrigieren.

 

Ein neuer Rundfunksender

 

Im Herzen Deutschlands liegt das schöne Bundesland Hessen, dessen Hauptstadt Wiesbaden ist. Hier gibt es seit wenigen Monaten einen neuen Radiosender, der heißt Campus-Radio Gießen. Alle Sendungen werden allein von Studierenden aus Hessen gemacht. Profis dürfen hier nicht mitmachen. Es ist eine Sendung von Studenten für Studenten und Leute, die sich für die Hochschule interessieren. Sie nehmen einzelne Beiträge auf, schneiden sie zusammen, wählen interessante Studiogäste aus und laden sie ein. Die Sendungen werden immer live moderiert. Da kann es manchmal passieren, dass man während der Sendung sehr viel lacht und Fehler macht.

Für die Laien ist das aber keine Katastrophe. Das Wichtigste ist, dass die Stimmung fast immer sehr gut ist.

Jennifer und Iris gehören zu der Gruppe von Studenten, die bei diesem Rundfunksender arbeiten. Sie ergänzen ihr theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen und das können sie für ihr Journalismus-Studium ganz gut gebrauchen. Sie wissen jetzt, was sie bei einem Radiosender erwartet.

Eine Kurzsendung dauert 55 Minuten. Manchmal benötigen sie aber für so eine Kurzsendung unzählige Tage und Stunden an Arbeit, die der Sender nicht bezahlt. Um gute und spannende Interviews zu machen, müssen sie sich natürlich immer sehr gut vorbereiten. Denn sie wollen nur wirklich wichtige Informationen weitergeben. Für jede Sendung überlegen sie sich gut, wann und in welcher Länge sie die Beiträge bringen. Ein Gespräch in Gang zu halten war am Anfang ganz schön schwer und aufregend für die beiden Mädchen. Inzwischen aber sind Jennifer und Iris fast schon zu Profis geworden.

Das ist aber nicht das Ziel ihrer Mitarbeit. Viel wichtiger ist den Mädchen das Lob von Geschwistern, Freunden oder Bekannten zu hören. Dass eine Sendung Klasse war, ist die schönste Belohnung für diese Nebenarbeit.

 

Text B

 

Die Schüler hören den Text zweimal. Vor dem ersten Hören haben sie 3 Minuten Zeit um die Aufgaben 13 – 15 zu lesen. Beim ersten Hören dürfen sie die Antworten nicht markieren. Nach dem ersten Hören haben sie 3 Minuten Zeit, um die gewählten Antworten anzukreuzen. Beim zweiten Hören dürfen sie die Fragen parallel beantworten. Danach haben sie 2 Minuten Zeit zum Antworten oder zum Korrigieren.

 

In der Straßenbahn

 

Es war ein toller Tag nach tagelangem Regen. Der Himmel war noch trüb und tiefblau. Auf einmal sah Bernd ein Mädchen. Wie ein Blitz schlug dieses wunderschöne Bild in seinen Gedanken ein. Das Mädchen hatte lange Haare, golden blond, die leicht gewellt auf ihren zarten Schultern lagen. Hat er das rote Kleid zuerst gesehen oder ihre schöne Gestalt? Oder war es ihr Gesicht, das so sehnsuchtsvoll durch das Fenster blickte?

Seine Gedanken waren nicht auf eine solche Begegnung eingestellt. Eine schwere Prüfung erwartete ihn an der Universität. Auf dem langen Weg dorthin, in der überfüllten Straßenbahn, wollte er seine Gedanken klar und logisch ordnen.

Plötzlich trafen ihn die braunen, tiefen Augen des Mädchens. Bernd war von Natur aus schüchtern, zurückhaltend, ein leiser und rationaler Typ. Jetzt war alles anders. In seinen Gedanken suchte er die liebsten Worte, die er dem Mädchen sagen wollte.

„Fahrkartenkontrolle!“ Eine tiefe und brutale Stimme holte ihn aus seinen süßen Träumen in die Wirklichkeit zurück.„Wo habe ich diesen blöden Fahrschein? In welcher dieser vielen Taschen habe ich ihn gesteckt? – Da ist er!“ Das lange Suchen hatte den gewünschten Erfolg. Bernd hielt seine Fahrkarte dem Kontrolleur hin. Ein kurzer prüfender Blick. Mit geübten Fingern hatte er den zerknitterten Fahrschein in die richtige Position gebracht. Alles war in bester Ordnung.

Bernd richtete seinen suchenden Blick wieder auf den Platz, auf dem das schöne Mädchen saß. Es war aber nicht mehr da. Es war verschwunden. Bernd war ganz traurig, deshalb wurden seine braunen Augen langsam feucht.