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Матура по немски език - Юни 2008 г. - текстове

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ДЪРЖАВЕН ЗРЕЛОСТЕН ИЗПИТ ПО НЕМСКИ ЕЗИК

 

3 юни 2008 г.

 

I. HÖRVERSTEHEN

 

Die Schüler hören den Text zweimal. Vor dem ersten Hören haben sie 5 Minuten Zeit um die Aufgaben 1 – 12 zu lesen. Beim ersten Hören dürfen sie die Antworten nicht markieren. Nach dem ersten Hören haben sie 10 Minuten Zeit, um die gewählten Antworten anzukreuzen. Beim zweiten Hören dürfen sie die Fragen parallel beantworten. Danach haben sie 5 Minuten Zeit zum Antworten oder zum Korrigieren.

 

Text A

 

Der Hirnforscher Stephan Schleim über Doping bei Prüfungen

Wo fängt Mind-Doping an? Schon beim Traubenzucker oder bei einer Tasse Kaffee oder erst bei Medikamenten?

Ich finde die Grenze zwischen natürlichen oder unnatürlichen Mitteln schwierig.Wenn wir das Koffein heute neu entdecken würden, wären wir demgegenüber wahrscheinlich genauso kritisch, wie wir es psychotropen Substanzen gegenüber sind.

Was bewirken die Mittel denn? Muss ich nicht mehr lernen, wenn ich Tabletten schlucke?

Die Wirkung der Medikamente ist höchst umstritten. Die Nebenwirkungen sind zum Teil massiv, zudem kann die leistungssteigernde Wirkung sogar ins Gegenteil umschlagen. Mit dem Mittel Ritalin haben Versuchspersonen in psychologischen Tests zwar neue Aufgaben schneller gelöst. Wenn sie allerdings dieselbe Aufgabe ein weiteres Mal lösen sollten, schnitten sie schlechter ab als diejenigen, die nichts genommen hatten.

Woher kommt das?

Das Problem ist, dass man mit Ritalin dazu neigt, Fragen zu schnell zu beantworten, und deshalb mehr Fehler macht. An dem Mythos, den das Medikament umgibt, ist also nicht viel dran.

Warum glauben dann so viele Menschen, dass ihnen Ritalin bei Prüfungen geholfen hat?

Das Mittel verändert die Selbsteinschätzung. Wer es genommen hat, fühlt sich besser. Er ist es aber nicht unbedingt. Die Ergebnisse mit der Substanz Modafinil, die eigentlich gegen Schlafstörungen helfen soll, waren vielversprechender. Versuchspersonen, die das Mittel genommen hatten, konnten sich Zahlenfolgen besser merken als ohne das Medikament. Die Frage ist allerdings, ob man das einmalige bessere Resultat in einem psychologischen Test auf erfolgreiche Klausuren übertragen kann.

Außerdem wirken Medikamente nicht auf alle Menschen gleich.

Das stimmt. Ob man mit den Substanzen bessere Leistungen hat, hängt auch davon ab, wie gut man im Normalzustand ist. Ein weiterer Test mit Modafinil hat ergeben, dass der Effekt nachlässt, je höher der Intelligenzquotient der Versuchsperson ist. Da diese Medikamente eigentlich für Kranke gedacht sind, wurde bisher kaum untersucht, wie die Substanzen auf gesunde Menschen wirken.

Doping im Sport gibt es schon lange. Warum gibt es noch keine Mittel, die wirklich die Leistung des Gehirns verbessern?

Körperliche Leistungsdaten lassen sich leichter verbessern. Das Gehirn ist schon ein optimiertes System. Wenn es einen einfachen Weg gäbe, mehr herauszuholen, hätten wir das evolutionär wahrscheinlich schon erreicht.

Was schlagen Sie vor? Dopingkontrollen vor der Abiturprüfung?

Im Augenblick sind die Mittel wie gesagt noch nicht so wirksam. Aber wir sollten die Weichen für später stellen. Wenn man das Prinzip der Fairness aufrechterhalten möchte, gibt es zwei Möglichkeiten: Man müsste die Medikamente entweder allen zugänglich machen, wie Traubenzucker oder Koffein, oder allen verbieten. Und dann sollte man die Schüler vor der Abiturprüfung zur Urinprobe schicken.

Haben Sie selbst schon mal gedopt, um besser zu sein?

Ich habe nicht zufällig angefangen, mich mit dem Mind-Doping zu beschäftigen. Die Vorstellung, dann mehr leisten zu können, hat mich fasziniert. Allerdings habe ich nie eine der Substanzen ausprobiert. Das Thema hat für mich an Relevanz verloren, als mir klar wurde,wie wenig mit den heutigen Substanzen zu machen ist und auf was für einem wackligen Fundament die Daten ruhen.

 

Text B

 

Einmal ganz anders

Die Schüler hören den Text zweimal. Vor dem ersten Hören haben sie 3 Minuten Zeit um die Aufgaben 13 – 15 zu lesen. Beim ersten Hören dürfen sie die Antworten nicht markieren. Nach dem ersten Hören haben sie 3 Minuten Zeit, um die gewählten Antworten anzukreuzen. Beim zweiten Hören dürfen sie die Fragen parallel beantworten. Danach haben sie 2 Minuten Zeit zum Antworten oder zum Korrigieren.

Bei Kindern und Jugendlichen ist es heute sehr beliebt den Geburtstag einmal anders zu feiern. Früher lud man die Gäste nach Hause, ins Kino oder in ein Restaurant ein. Der Diskobesuch ist auch nicht mehr modern. Man sucht immer was Interessantes, um die anderen zu überraschen. Deswegen bietet man heute seinen Freunden etwas ganz Neues – man läd sie ins Museum ein. Leider macht man solche Partys aber nur in den Großstädten, wo es Museen gibt.

Das Museum in Hannover fand die Idee provokant und bietet jetzt solche Geburtstagspartys an. Die Kinder haben die Möglichkeit alte Instrumente und Geräte aus der Nähe zu sehen, anzufassen und zu spielen. Man zeigt ihnen auch, wie man früher die Stoffe für die Kleider herstellte, oder wie aus Getreide Mehl wurde. Das finden die Kleinen toll.

In einem Museum in Konstanz ist man auf diese jungen Geburtstagsgäste gut vorbereitet. Man versucht ihren Aufenthalt im Museum interessant und nützlich zu machen. Es gibt unterschiedliche Angebote für jede Altersgruppe. Für die größeren Kinder und für ihre Eltern gibt es auch Denk- und Ratespiele. Die Gewinner bekommen lustige Preise.